Sagen im Wolfgangland Volkskultur

Mai 5, 2007 von adele290831

Der Heilige Wolfgang

Der hl. Wolfgang, der 982 Regensburg heimlich verließ, flüchtete sich in die Einsamkeit des Falkensteines, um dort als Einsiedler zu leben. Später begab er sich herab an den See, wo er in einem Felsen seine Klause aufschlug. Von dort warf er sein Beil, das jetzt im Hochaltar eingemauert ist, und wo es niederfiel, sollte die Kirche stehen. Beim Bau derselben half ihm der Teufel gegen das Versprechen, ihm als Lohn die Seele des ersten Wesens zu geben, das die Kirche betreten würde. Der Heilige sandte aber zuerst einen Wolf hinein, den der Teufel zerriß. Nach einer anderen Version wäre dem hl. Wolfgang, als er vom Falkenstein herabstieg, der Teufel erschienen, um den Heiligen zu verderben. Er setzte die Felsen ringsum in Bewegung, doch Wolfgang stemmte Rücken und Hände gegen die stürzenden Felsblöcke, die wie Wachs nachgaben. Aus Dankbarkeit für die Rettung beschloß er, sein Beil von sich zu werfen und an der Stelle, wohin es fallen würde, ein Kirchlein zu erbauen. Der Sturmwind trug das Beil weit weg und erst einige Tage später fand es der Heilige auf einer felsigen Anhöhe am See wieder. Hier erbaute er das kleine, 1369 durch Feuer zerstörte Johanneskirchlein. Auf dem sogenannten Bußstein rastete der Heilige nach der einen Version auf der Suche nach seinem geworfenen Beil, wobei seine Hand- und Fußspuren zurückblieben. Nach anderer Version wäre er zur Messezeit auf dem Stein, der ihm auch sonst als Lager diente, eingeschlafen. Voll Reue stieß er Hände und Knie gegen den Felsen, der aber nachgab und nun die Spuren zeigte. Die Kröten im See wurden von dem Heiligen des Krötenpulvers wegen gefüttert, das er den Armen als Mittel gegen den Grind gab.

Wolfgangi Flascherl Heilwasser seit altersher

März 28, 2007 von adele290831

Das Wolfgangi – Flascherl

 

Heilquellen, Heiligenverehrung sind ein Ausdruck der Volksfrömmigkeit seit der Antike. Heilige Orte sind Heilung versprechende Plätze, die Bitt- und Dankprozessionen wie Wunderberichte von Heilungen zum Gnadenort beinhalten. Es gibt eine geheime Sehnsucht die Menschen zu diesen heiligen Stätten hinführt.( Barfußgehen zum aberseeischen Gepirg, zu den Heilquellen am Wolfgangsee)  Das heilige „Wolfgangiwasser“ hat geholfen und galt gegen vielerlei Gebrechen, besonders aber für die Augen. Dieses Wasser war auch für Weiber bei Unfruchtbarkeit ein sehr gerühmtes Mittel. Kunstgeschichtlich hochinteressante blaue Glasflaschen zum mitnehmen des heiligen Wolfgangi – Wassers, heute eine große Rarität wurden im 18.Jhd. zur Aufbewahrung des Heiligen Wolfgangi Wassers vom Falkenstein und dem „Wolfgangibrunnen“ in St. Wolfgang erzeugt. Diese Fläschchen sind in die Form geblasen und zeigen auf der Vorderseite den Heiligen Wolfgang mit Kirche, Stab und dem Beil über einer Wolke, darunter das Spruchband; „ST. WOLFGANG “.Die Rückseite ist der Volkskunst im Salzkammergut zugeordnet. Ein beliebtes Almmotiv, mit einer Almhütte im Mittelpunkt zwischen Bäumen. Davor idyllisch gelagert ein Hirsch vor einem spitzen Felsberg und darauf ein nach rechts blickender Gams, wieder zu beiden Seiten Bäumchen.

Dieses Fläschchen war auch im 18.Jhd. eine Votivgabe aus dem Wolfgangland im

 „Aberseeischen Gepyrg“.

 

Im Abersee Zinkenbach, Eich und St. Gilgen waren schon seit dem 17.Jhd. Glashütten und auf dem „SAMSENHAUS“ am Bichl St.Wolfgang Markt 81 ruhte die Glasgerechtigkeit (1550 bis 1780) zur Anfertigung dieser kleinen Kunstobjekte. Es gab auch weiße „WOLFGANGI Flaschen“ wie gemodelte Beutelflaschen mit Zinnverschluß, der klassische Typus ist aber die blaue Wolfgangiflasche mit Wolfgang und Almmotiven.

So war das Bußbrauchtum im Mittelalter eine Art der Übelbekämpfung. Zum Beispiel trug man einen Knaben mit einem Klumpfuß über den Falkenstein um hier am Wolfgangibrunnen Waschungen vorzunehmen, wobei bald die völlige Genesung eintraf. Auch bei Lähmungen, Gelenksschmerzen, Blasensteinen, bei schweren Geburten und Gichtanfällen wurden kalte „Wolfgangi Bäder“ angepriesen. Gesichtsdampfbäder zur Schönheitspflege waren ein Wink. Man gab vielerlei Kräuter in das kochende Wasser und ließ die Dämpfe auf das Gesicht einwirken um ein „rein Angesicht“ zu erhalten. Ein Vorläufer der heute in der Kosmetik hochgepriesenen Gesichtsdampfbädern.

Bischof Wolfgang als Heilkundiger Arzt und Heiler und Helfer, war durch seine Krankheits – und Gesundheitslehre seiner Zeit weit voraus.

 

Adele Sungler

Geigenbauer im Salzkammergut

März 28, 2007 von adele290831

Im Salzkammergut kann man gut lustig sein….

 

…in früherer Zeit, wie sie wissen hat man dazu wirklich nicht viel gebraucht, zu diesem echten, von Herzen fröhlich und lustig sein. Fotzhobel, Tanzlgeige, Schnadahüpfln in einer Almhütte oder am Dorfplatz eine „Zugan“ genügten. Auf diese Weise hat sich so manche Tradition im Salzkammergut erhalten.

 

Im 16.Jhd. waren im Salzkammergut die Instrumentenmacher, die Geigenbauer beheimatet, bedingt durch die langen Wintermonate entwickelte sich eine Instrumenten- Hausindustrie, die heute in der Holzfachschule in Hallstatt weitergeführt wird. Einer dieser Geigenbauer aus der Familie Gandl – hat 1614 in St. Wolfgang ein neues Geschlecht begründet und dieses bis in die Jetztzeit heraufgeführt. Gandl Geigen haben durch ihre besondere Klanqualität einen wichtigen Platz unter den hist. Instrumenten.

Adele Sungler

Schafberg Sesselträger

März 28, 2007 von adele290831

Die Sesselträger vom Schafberg

Zu Beginn des 19.Jhdt., als man noch per Postkutsche nach St.Wolfgang reiste und die Maler der Romantik St.Wolfgang „auf das Neue“ entdeckten, bevor man eine Lokal- und eine Zahnradbahn auf den Schafberg kannte, ließen sich höchste Herrschaften aus Wien und noble Bürger von St.Wolfgang auf den Schafberg tragen. Aus Aufzeichnungen wissen wir, dass sich in St.Wolfgang schon früh der Beruf des „Sesselträgers“ entwickelte. Es war dies eine von der Bürgerschaft gebillligte Berufsvereinigung mit festen Tarifen, fixen Standplätzen und strengen Regeln für die Sicherheit der zu tragenden Personen. Jeder Mißbrauch wurde schon damals streng geahndet. Die Anzahl der Sesselträger von St.Wolfgang belief sich auf ungefähr 30 Mann. Ihnen diente zur Abwicklung ihrer Geschäfte ein Stüberl im heutigen „Hotel Post“ als Standquartier. Hier wurden die Aufträge nicht nur entgegengenommen, sonder es wurde auch auf Schiefertafeln aufgeschrieben wer mit wem und wo unterwegs war. Schon vor der Errichtung einer k.k Post und Telegraphenstation im Jahre 1881 gab es schon eine telephonische Sprachstelle vom Schafberggipfel zum „Hotel Post“. Es war damals keine ehrenrührige Sache, sich von kräftigen, zünftigen Bauernburschen auf den Gipfel des Schafberges tragen zu lassen. Es wurde ja reichlich bezahlt, und für diese Männer war dies ein gewaltiger sommerlicher Nebenerwerb.

Adele Sungler

Hello world!

März 13, 2007 von adele290831

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